Kunstmuseum Celle 

 

 
 
 


 

 

 

 


 
 
  
seit 2006
 
Die ersten 10 Jahre
 
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Kataloge - Literatur

TILL forever

F.W. Bernstein - Sitzenbleiber, Feder/Buntstift, 2007 Rainer Ehrt - 8 Eulenspiegel-Etüden, Feder/Tusche, 2000/07 Barbara Henniger - Big Brother, Feder/Tusche, 2006
Michael Rickelt - Collage zu Hauptmanns „Ulenspiegel“, 2006 Lothar Otto - Till-Denkmal, Feder/Tusche, 2007 Claudia Zigldrum - Hinterlassenschaft, ca. 130x50x50 cm, div. Materialien, 2007
Franziska Warzog - Narrengewand, 100x143 cm, div. Textilien, 2006 Erwin Schwentner - Till TV, ca. 70 cm, Objekt, 2006 Rainer Schade, ohne Titel (Hybrider Stuhl), Objekt, ohne Datum
Rudi Hurzlmeier Junger Mann mit roten Ohren Acryl/Leinwand, 2007 Ben Vautier To change art destroy Ego (but I can not help signing) Offsetdruck, Tusche und Stempel a Till
In der Scheune Edmund in Öl Till Forever
Über dem Wind janosch Till Forever

Ausstellung

15.06. - 21.10.2007
T I L L  Forever ! 
Rezeptionen des EULENSPIEGEL in unserer Zeit
 
Große gemeinsame Sommerausstellung des Bomann Museums Celle und des Kunstmuseums Celle mit Sammlung Robert Simon

Das Volksbuch vom „Till Eulenspiegel“ ist der einzige Welterfolg der Dichtung Niedersachsens und zugleich das berühmteste und langlebigste aller deutschen Volksbücher. Durch die Jahrhunderte hat der TILL zahlreiche Wandlungen durchlaufen; heute gilt er uns vor allem als „Scherzbold“ und amüsanter „Tunichtgut“ zahlloser beliebter Kinderbücher. Der TILL der Urfassung des Braunschweiger Zollschreibers Hermann Bote von 1510 war indes ein anderer: ein Rebell, ein Querdenker, keineswegs nur ein „heiterer Gesell“, sondern oft dunkel in Tun und Wesen... Ein Erfinder und Erneuerer auch, der sich gegen die tradierten Denkmuster seiner Zeit auf seine spezielle Weise zu wehren versuchte.

Das Bomann Museum Celle und das Kunstmuseum Celle greifen in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsbüro Göttingen im umfangreichen Projekt „TILL Forever !“ auf die Urschrift und somit die Vergangenheit zurück - und sprach zeitgenössische Künstler aus verschiedensten Bereichen mit der Bitte an, den TILL in die Gegenwart zu transportieren, um ihn für Zukünfte – und für uns ! - tauglich zu machen.

So geht es in dieser Ausstellung, auch nur ganz am Rande um „Illustrationen“ zum TILL; vielmehr um den Geist, um das Denken der halbliterarischen Figur mit der enormen Wirkung durch die Zeiten. Und um die Frage, ob wir nicht gerade heute dringend wieder eben dieses unkonventionelle Denken benötigen, um die kleinen und großen Erkrankungen dieser Welt erkennen und heilen zu können.

Ein gutes halbes hundert Künstler hat sich dieser Aufgabe gestellt – mit unterschiedlichsten, oft sehr vergnüglichen aber auch sehr hintergründigen, vieldeutigen und evokativen Ergebnissen; in satirischen Zeichnungen, Gemälden, Objektkunst, Skulptur, Fotografie, Installation und vielem anderen finden sich surreal-intellektuelle Umdeutungen von Realitäten ebenso wie der freche, überzeichnende Spaß; „Missverständnisse“ zugunsten einer höheren Wahrheit ebenso wie verblüffende Vorschläge zur Bewältigung alltäglicher Probleme.

Da überführt Janosch tillsche Abenteuer in die Tierwelt und gewinnt ihnen damit ganz neue Aussagen ab; da verbindet Rainer Hachfeld den Habitus des Till mit böser politischer Aussage; Kain Karawahn entdeckt den TILL in Felsformationen am feuerspeienden Stromboli; Terroristen und Fanatikern jeglicher Couleur wird von Rainer Ehrt der Eulen-Spiegel vorgehalten; Roland Albrecht schafft mit scheinbar authentischen Objekten und historisch genau erarbeiteten Hintergründen eine Gegenwelt, die wesentliche Teile der zeitgenössischen Kulturszene ad absurdum führt; der Trickfilmer Volker Schlecht beobachtet den TILL in uns allen an „Grill´s Till-Stübchen“; Claudia Zigldrum packt für den TILL ein Präsent, das Jeff Koons vor Neid erblassen ließe; Marie Marcks lässt ihre „Tilla“ gewohnt treffsicher über den Geschlechterkampf schwadronieren...

Eine Fülle künstlerischer Arbeiten verspricht einmal mehr einen spannenden Aufenthalt in einem der schönsten Museen Deutschlands!

Zur Finissage am 21. Oktober wird mit dem Film „Das Phantom von Bonn“ das Leben des fiktiven Bonner Diplomaten Edmund Friedemann Dräcker gezeigt. Weiterhin werden zahlreiche Führungen, ein Aktionsprogramm für Kinder und Sonderveranstaltungen angeboten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


Laufzeit der Ausstellung: 15. Juni – 21. Oktober
Öffnungszeiten:   Di – So 10.00 – 17.00 Uhr


 

 

 

 
englisch  

 

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Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon · Das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt
am Tag | im Museum: Dienstag - Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr · bei Nacht | von außen: täglich 17:00 - 10:00 Uhr
Schlossplatz 7 · 29221 Celle · Tel. (05141) 1 26 85 · Fax (05141) 1 24 95 ·
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